Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins Eltern für Kinder im Revier e.V (efkir),
 
nachdem wir noch im September Hoffnung hatten, unsere Jahreshauptversammlung in halbwegs regulärem Format durchführen zu können, hat uns die Realität der steigenden Corona-Zahlen und des erneut drohenden Lock-Downs eingeholt. Weil selbst Aktiengesellschaften ihre Hauptversammlungen online durchführen, die weitere Entwicklung nicht seriös abschätzbar ist, in diesem Jahr keine Wahlen anstehen und wir weder Euch noch uns gefährden möchten, haben wir beschlossen, die Jahreshauptversammlung als virtuelle Online-Videokonferenz bei Zoom durchzuführen.Wir hoffen auf Euer Verständnis, eure Zustimmung und Unterstützung dafür und laden herzlich ein zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) am
 
Dienstag, 17. November 2020 um 19 Uhr beim Video-Konferenzdienst Zoom.
 
Für die Teilnahme sind ein Smartphone, Tablet oder Rechner mit Kamera und Mikrofon notwendig. Bitte gebt einen identifizierbaren Namen an. Technische Unterstützung können wir nur sehr eingeschränkt leisten, gute Informationen gibt es jedoch direkt beim Anbieter unter https://support.zoom.us/hc/de
 

Wir haben die notwendigen Zugangsdaten an alle Mitglieder versandt, deren E-Mail-Adresse uns bekannt ist. Sollte jemand versehentlich keine Daten erhalten haben, könenn diese unter unseren Kontaktmöglichkeiten erfragt werden.

Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Gäste können sich mit geeigneter Begründung per E-Mail anmelden.

Tagesordnung

    1. Eröffnung und Begrüßung
    2. Wahl des Protokollführers
    3. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung vom 03.12.2019
    4. Berichte der Vorstandsmitglieder über ihre Arbeit in der letzten Amtsperiode und Ausblick
    5. Bericht des Kassierers
    6. Bericht der Kassenprüfer
    7. Entlastung des Vorstands und des Kassierers
    8. Verschiedenes
Um rege Teilnahme wird gebeten.
 
Für den Vorstand
 
  Stefan Dringenberg
  Christoph Farat
  Mehmet Tuntas

Am 21. Oktober 2020 veröffentlichte der Deutsche Juristinnenbund eine Stellungnahme zur Diskussion um das Wechselmodell. Auffallend an dem Pressetext ist, dass er sich ausschließlich um wirtschaftliche Interessen erwachsenee Menschen dreht, nicht aber um die Grundrechte und Grundbedürfnisse von Kindern, mit beiden Elternteilen aufzuwachsen.

Ebenfalls kritisiert der Juristinnenbund, dass der BGH beide Elternteile als barunterhaltspflichtig ansieht, begründet aber aber nicht, warum nicht beide Elternteile gleiche Rechte und Pflichten haben sollten.

In der Stellungsnahme wird beklagt, dass Frauen in solchen Fällen ein fiktives Einkommen angerechnet würde, welches nur auf dem Papier existiert. Dass Juristinnen und Juristen tagtäglich fiktive Einkommen bei unterhaltspflichten Elternteilen, überwiegend Vätern,  erfinden und dies als völig normal empfinden, scheint sich bei die hochbezahlten Mitgliederinnen des Vereins noch nicht herumgesprochen zu haben. Trifft diese Ungerichtigkeit aber Frauen, dient dies als Anlass zur Klage.

Als besonderes Highlight der Presseerklärung ist die Einleitung zu werten:

Wenn gemeinsame Kinder nach Trennung eines Elternpaares nicht wie früher ganz überwiegend üblich hauptsächlich von einem Elternteil betreut werden (sogenanntes Residenzmodell), sondern beide Eltern sich die Betreuung gleichmäßig teilen (sogenanntes Wechselmodell/paritätische Betreuung), ergeben sich von der Gesetzgebung bislang nur unzulänglich erfasste finanzielle Folgen. Diese wirken sich zum Nachteil unterhaltsbeziehender Kinder und alleinerziehender Eltern aus, bei denen es sich überwiegend um Frauen handelt.

Teilen sich Eltern die Betreuung ihrer Kinder, sieht der Juristinnenbund dies als nachteilig für unterhaltsbeziehende Kinder und alleinerziehende Eltern. Hier scheint die Damen zu stören, dass bei paritätischer Betreuung beide Elternteile ihre Unterhaltsverpflichtungen durch Naturalleistungen in Form von Wohnraum, Nahrung, Kleidung, Spielzeug etc. erfüllen und es nur noch eingeschränkte Transferleistungen gibt, mit denen ein Elternteil auf Kosten des anderen leben kann. Selbst die Verantwortung für die Berufswahl und die ggf. schlechtere Bezahlung soll der besserverdienende Elternteil übernehmen. Dies klingt nach den Familienmodellen der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Bezahlt ein Elternteil heutzutage den vollen Unterhalt, betreut seine Kinder zwischen 25 und 45%, hält ein Kinderzimmer und volle Ausstattung vor und engagiert sich vielleicht noch außerhalb der Betreuung ehrenamtlich in den Bildungseinrichtungen des Kinder, so bezahlt dieser den Bedarf beinahe dreimal, während sich der andere Elternteil gar nicht an der finanziellen Versorung des Kindes beteiligt. Diese wirtschaftliche und systematische Diskriminierung von engagierten Elternteilen ist dem Juristinnenbund kein Wort wert.

Die einzige Aussage, der uneingeschränkt zuzustimmen ist: "Die bisherige Lösung, dass ein Kinderzuschlag an die Kindergeldberechtigung gekoppelt ist und damit nur von einem Elternteil beansprucht werden kann, ist unbefriedigend.". Bisher profitiert einzig der Elternteil, bei dem sich ein Kind zu mehr als 50% aufhält, von  staatlichen Förderungen. Der Elternteil, der weniger als exakt 50% betreut, hat keinerlei Ansprüche und wird für seine Aufwände in Steuerklasse I eingruppiert. Hier herrscht tatsächlich großer Handlungsbedarf.

Am 13. September findet in Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahl 2020 statf. Angesichts unseres Arbeitsschwerpunkts im Ruhrgebiet haben wir die Parteien CDU, SPD, Grüne, Linke FDP und AfD in den Städten des Ruhrgebiets gebeten, die Fragen zu unseren Wahlprüfsteinen zu beantworten. In Essen haben wir zusätzlich noch die aussichtsreichen OK-Kandidaten von CDU, SPD und Grünen angeschrieben. Unseren Fragekatalog haben wir am 2. Juli zusätzlich auf unserer Webseite veröffentlicht.

Bis zum 29. August haben wir 24 Rückmeldungen von den angeschriebenen örtlichen Fraktionen erhalten. Die Ruhr-SPD hat stellvertretend für die SPD mehrerer Städten geantwortet (2).

Von den Essener Kandidaten hat uns nur der amtierende Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) eine Antwort zukommen lassen.

Stadt CDU SPD Bündnis 90
Die Grünen
FDP
Linke AfD Antworten
aus Stadt
Bochum - (PDF)2 - PDF PDF - 2
Bottrop - (PDF)2 - PDF - PDF 2
Dinslaken - PDF PDF - - - 2
Dortmund - PDF PDF - PDF - 3
Duisburg - (PDF)2 - PDF PDF - 2
Essen PDF (PDF)2 PDF PDF - - 3
Gelsenkirchen - (PDF)2 - PDF PDF - 3
Hattingen - PDF - PDF - - 1
Herne - (PDF)2 - - - - 0
Mülheim PDF (PDF)2 PDF - PDF - 3
Oberhausen - (PDF)2 PDF - - - 1
Recklinghausen - (PDF)2 - PDF PDF - 2
Witten - - - - PDF   1
Antworten von Partei 2 4 5 7 7 1  

 

efkir ist laut Vereinsatzung unparteiisch. Deshalb veröffentlichen wir die Antworten der Parteien unkommentiert und unbearbeitet. Antworten von Parteien, die uns ein PDF gesendet haben, sind direkt angehängt. E-Mails o.ä. haben wir auf den reinen Inhalt gekürzt und in PDF umgewandelt.

Der von der Bundesregierung beschlossene Kinderbonus aus dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz vom 29.06.2020 (BGBl S. 1512) kommt, trotz massiver Proteste von Alleinerziehendenverbänden, auch Kindern bei unterhaltspflichtigen Elternteilen zugute.

Aufgrund des Gesetzes wird dem Kindergeldberechtigen für jedes Kind, für das ein Anspruch auf Kindergeld besteht, für den Monat September 2020 ein Einmalbetrag von 200 € und für den Monat Oktober 2020 ein Einmalbetrag von 100 € gezahlt (§ 66 Abs. 1 Satz 2 EStG, §6 Abs. 3 BKGG). Dies mindert in den genannten Monaten den Bedarf des Kindes gemäß §1612b BGB.

Wenn bei getrennt lebenden Eltern der unterhaltspflichtige Elternteil den Mindestunterhalt oder mehr zahlt oder wenn sich die Eltern die Betreuung ungefähr zur Hälfte teilen, dann darf der zahlende Elternteil die Hälfte des Kinderbonus von seiner Unterhaltszahlung in den beiden Auszahlungsmonaten (also in der Regel 100 € im September und 50 € im Oktober) abziehen. Bei Unterhaltspflegschaften durch das Jugendamt wird in der Regel schriftlich hierüber informiert. Liegt eine Titulierung vor, empfiehlt es sich, den Anteil des Kinderbonus beim anderen Elternteil schriftlich und belegbar geltend zu machen.

Meldung des BMJV auf Twitter

In einem am 5.8.20 veröffentlichten Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) teilte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) mit, dass die von Experten seit Jahren als dringend angemahnte Familienrechtsreform weiterhin verschleppt wird. Für die seit 2013 regierende Große Koalition aus CDU/CSU und SPD reiche die Zeit von inzwischen sieben Jahren nicht aus, um in dieser Legislaturperiode Ergebnisse vorzulegen.

Auch das automatische Sorgerecht für nicht verheiratete Väter wurde abgelehnt. Dass das Grundgesetz in Artikel 6(5) eheliche und nichteheliche Kinder gleichstellt, wurde ein weiteres Mal ignoriert.

Stattdessen liegen die Schwerpunkte ihrer Politik auf der Frage, wie bei lesbischen Paaren eine zweite Frau Mutter sein könne, um Kindern das Aufwachsen in "gesicherten Verhältnissen" zu ermöglichen. Hierzu sollen in Kürze Reformentwürfe des Abstammungsrechts vorgestellt werden. Dass Lambrecht grundlegende Kinderechte grob verletzt und sich im klaren Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention befindet, erkennt die Ministerin nicht. Lambrecht hatte bereits mit ihrer zögerlichen Haltung bei der rechtlichen Einordnung von Kindesmissbrauch deutlich Kritik hervorgerufen und belegt, welchen Stellenwert Kinder für sie haben. Sowohl der Deutsche Anwaltsverein als auch die Fachpresse äußerten Unverständnis.

Nach der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder das Recht, mit beiden leiblichen Eltern, mit Mutter und Vater aufzuwachsen und von diesen erzogen zu werden. Die Bemühungen der Politik sollten darauf ausgerichtet sein,  Kindern ihre Bindung zu erhalten. Die Überlegungen des Justizministeriums schließen jedoch genau dies aus. Väter werden völlig ausgeschlossen,, schwule Paare offen diskriminiert und die beliebige Austauschbarkeit von Bezugspersonen gefördert. Es erscheint kaum vorstellbar, dass ein solcher Gesetzesentwurf im Jahr 2020 in Deutschland überhaupt möglich ist.

Kindern soll hier ein wesentlicher Teil ihrer Identität – ihr zweiter Elternteil – per Gesetz genommen werden. Dies ist unhaltbar und verfassungswidrig.

 

Papa Mama Auch e.V

Hiermit möchten wir auf eine Umfrage aufmerksam machen, die der Verein „Papa Mama Auch e.V.“ aktuell durchführt. Sie wendet sich gezielt an Eltern, (Halb-) Geschwister, Großeltern, Angehörige, Lebenspartner, gute Freunde und Verwandte mit Fragen zur Eltern-Kind-Entfremdung und deren Folgen. Die Umfrage ist anonym und soll Antworten zur Qualität von Institutionen, Folgen für Psyche und Gesundheit, den Schaden für die Wirtschaft, das Gesundheitssystem und die Steuerzahler liefern. Wir bitten darum, teilzunehmen und auch im Bekannten- und Verwandtenkreis zahlreich auf diese Umfrage aufmerksam zu machen, um ein möglichst umfangreiches Bild über die Situation im deutschsprachigen Raum zu erhalten.

https://www.papa-mama-auch.de/umfrage-zu-eltern-kind-entfremdung/

Diskussion mit Dirk Heidenblut MdB

Am 22. Juli 2020 hatte unser Vereinsvorstand Gelegenheit, den Essener Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut (SPD, rechts im Bild) in dessen Wahlkreisbüro auf Probleme von Kindern und Elternteilen in Trennungsituationen aufmerksam zu machen. Die Diskussion verlief in konstruktiver und freundlicher Atmosphäre. Nach kurzer Vorstellung unserer Vereinsarbeit haben wir über den massiven Reformstau im Familienrecht sowie über die fehlende Unterstützung von Trennungselternteilen gesprochen. Wir haben versucht, das Bewusstsein dafür wecken, dass Kinder beide Elternteile brauchen und die Fixierung der Politik auf sogenannte Alleinerziehende zahlreiche Probleme verschärft anstatt zu mindern.